Inhalt

  1. Was kostet eine Wärmepumpe inklusive Installation?
  2. Was kostet welche Wärmepumpe?
  3. Wie hoch sind die Betriebskosten einer Wärmepumpe?
  4. Welcher Stromtarif gilt für die Wärmepumpe?
  5. Lohnt sich eine Wärmepumpe?

Seit 2024 müssen neue Heizungen laut dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) zu einem bestimmten Anteil mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Die Wärmepumpe erfüllt diese Anforderung und gilt als Schlüsseltechnologie für das klimaneutrale Heizen. Sie nutzt Umweltwärme und stößt dabei deutlich weniger CO2 aus als fossile Heizsysteme. Im Neubau ist sie längst Standard und auch im Gebäudebestand steigt ihr Anteil stetig.

Eine Wärmepumpe gehört zu den teureren Heizsystemen. Sie bietet aber langfristig Einsparpotenzial im Betrieb und wird seit Jahren staatlich gefördert. 

Ob sich die Investition lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab: von der gewählten Wärmepumpenart, dem Gebäudezustand und den laufenden Kosten. Der folgende Überblick zeigt, mit welchen Ausgaben beim Einbau und im Betrieb zu rechnen ist und warum die Wärmepumpe trotz höherer Anfangskosten eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung sein kann.

Was kostet eine Wärmepumpe inklusive Installation?

Der Einbau einer Wärmepumpe kostet zwischen 18.000 und xx.000 Euro. Mit welchen Kosten konkret zu rechnen ist, hängt stark vom Gebäudetyp, dem gewählten System und den nötigen Zusatzmaßnahmen ab. 

Wer von einer Öl- oder Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüstet, muss neben den Anschaffungs- und Installationskosten unter Umständen auch mit Ausgaben für begleitende Baumaßnahmen bzw. Erschließungskostenrechnen. Diese können je nach Zustand des Hauses variieren: Bei einem Gebäude ohne jegliche Wärmedämmung, alten Fenstern und Heizköpern können umfangreiche Maßnahmen notwendig sein. Bei einem einigermaßen modernisierten Haus ist in der Regel höchstens der Austausch von wenigen Heizkörpern nötig, was finanziell wenig ins Gewicht fällt.

Die Bundesregierung fördert nach wie vor den Umstieg auf umweltfreundliche Heizungssysteme. Lesen Sie hier, welche Förderungen es speziell für die Wärmepumpe gibt und welche Wärmepumpen von der Bundesregierung gefördert werden.

Was kostet welche Wärmepumpe?

Luft-WasserSole-WasserWasser-Wasser
An­schaf­fung20.000 – 30.000 €15.000 – 20.000 €15.000 – 20.000 €
In­stal­la­tion10.000 – 15.000 €10.000 – 15.000 €10.000 – 15.000 €
Erd­ar­bei­ten10.000 – 30.000 €8.000 – 20.000 €
Ge­samt30.000 – 45.000 €35.000 – 65.000 €33.000 – 55.000 €

Die Preisspanne bei Wärmepumpen ist groß: Luft-Wasser-Wärmepumpen, die am meisten verbreitet Art, sind bereits ab etwa 30.000 Euro erhältlich. Erdwärmepumpen können – je nach Aufwand –bis zu 65.000 Euro kosten. Sie gehören zu den effizientesten Systemen, sind aber durch Erdarbeiten oder Brunnenbohrungen aufwändiger in der Erschließung und daher teurer.

Die finalen Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab, etwa der Gebäudegröße, dem bestehenden Heizsystem und zusätzlicher Ausstattung wie einem Pufferspeicher. In Bestandsgebäuden bewegen sich die Gesamtkosten in der Regel zwischen 30.000 und 50.000 Euro.

Dank der staatlichen Förderung ist es in vielen Fällen möglich, dass eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe am Ende kaum teurer ist als eine neue Öl- oder Gasheizung. Einen ausführlichen Vergleich finden Sie in unserem Artikel Kostenvergleich von Gasheizung und Wärmepumpe

Es gibt auch die Möglichkeit, mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe zu heizen. Dieses System entspricht technisch einer Klimaanlage und kann in der Anschaffung bedeutend günstiger ausfallen. Die Luft-Luft-Wärmepumpe kann im Sommer zusätzlich als Klimaanlage genutzt werden. Allerdings arbeitet sie im Winter hörbar lauter, da das Außengerät dauerhaft in Betrieb ist. Mehr dazu im Beitrag Heizen mit Klimaanlage – lohnt sich eine Luft-Luft-Wärmepumpe?

Lesen Sie jetzt, worauf Sie beim Kauf einer Wärmepumpe achten müssen.

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Wie hoch sind die Betriebskosten einer Wärmepumpe?

Generell kann man bei einer Wärmepumpe von Betriebskosten zwischen 400 Euro und 1.600 Euro jährlich ausgehen, wobei die Erdwärmepumpe und die Grundwasserwärmepumpe hier besser abschneiden als die Luftwärmepumpe, da sie mit einer niedrigeren Vorlauftemperatur arbeiten. 

Für die laufenden Kosten einer Wärmepumpe sind die Jahresarbeitszahl (JAZ), die Leistungszahl (COP) und die Kosten pro Kilowattstunde Strom entscheidend. 

Die Wartungskosten fallen im Vergleich zu Gas- oder Ölheizungen gering aus. Wärmepumpen sind wartungsarm, da sie ohne Verbrennung arbeiten. Dennoch empfiehlt sich eine regelmäßige Inspektion durch Fachbetriebe. Die Kosten dafür liegen meist im Bereich von 100 bis 200 Euro jährlich.

Im Vergleich zu Gas- oder Ölheizungen sind die laufenden Kosten insgesamt oft niedriger. Zwar kann der Stromverbrauch steigen, dafür entfallen die Preise für fossile Brennstoffe, die in den letzten Jahren stark schwankten. Zudem profitieren Wärmepumpen langfristig von einem höheren Wirkungsgrad – und in Kombination mit einer Photovoltaikanlage sinken die Betriebskosten nochmals deutlich.

Welcher Stromtarif gilt für die Wärmepumpe?

Für Wärmepumpen gibt es einen speziellen Wärmestromtarif, der günstiger ist als der normale Haushaltsstrom. Dieser Tarif kann über den normalen Haushaltszähler oder über einen separaten Zähler abgerechnet werden. Läuft der Stromtarif für die Wärmepumpe über einen separaten smarten Zähler, ist das Einsparpotential am höchsten. Lesen Sie jetzt mehr über die Vorteile von Wärmestrom.

Denn da Wärmepumpen mit Strom arbeiten, steigen natürlich auch die Stromkosten. Gleichzeitig entfallen bei einem Umstieg von einer Gas- oder Ölheizung auf eine Wärmepumpe aber die bisherigen Brennstoffkosten. 

Wärmestrom macht den Betrieb der Wärmepumpe also günstiger. 

Besonders effizient arbeiten Wärmepumpen in Kombination mit einer eigenen Photovoltaikanlage. Sie erzeugt den Strom direkt vor Ort – das senkt die Betriebskosten und verbessert die Klimabilanz der Wärmepumpenheizung.

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Lohnt sich eine Wärmepumpe?

Die Investition in eine Wärmepumpe zahlt sich auch im sanierten Altbau aus. Zwar ist der Einbau mit höheren Anfangskosten verbunden, doch niedrige Betriebskosten, lange Lebensdauer und geringe CO₂-Emissionen machen die Wärmepumpe zu einer zukunftssicheren Heizlösung.

Besonders effizient arbeitet sie in Kombination mit einer Flächenheizung und einer eigenen Photovoltaikanlage. So kann direkt am Haus erneuerbarer Strom erzeugt und für die Wärmeerzeugung genutzt werden. 

Eine Studie des Fraunhofer Instituts zeigt, dass Wärmepumpen auch ohne einem Solardach und nur mit Radiatoren-Heizkörpern wirtschaftlich betrieben werden können. Entscheidend sind eine passende Auslegung und ein fachgerechter Einbau. 

Vor allem Luft-Wasser-Wärmepumpen punkten mit vergleichsweise geringen Anschaffungskosten und unkomplizierter Installation. Nicht ohne Grund stellen sie inzwischen den Großteil der installierten Systeme.

Die konkreten Kosten hängen von vielen Faktoren ab: dem Gebäudestandard, der Wärmepumpenart und dem individuellen Wärmebedarf. Staatliche Förderungen reduzieren die Investitionskosten deutlich. Ein Blick auf die aktuellen Programme lohnt sich.

  • Ulrike sagt:

    Ich habe nach weiteren Informationen zu Wärmepumpen gesucht. Ich bin stecken geblieben und habe nicht verstanden, wie und was. Aber jetzt verstehe ich alles besser.

    • Redaktion natürlichZukunft sagt:

      Hallo Ulrike, vielen Dank für dein Feedback. Wir freuen uns, wenn dir unsere Beiträge zum Thema Wärmepumpe weiterhelfen. Wir werden auch in Zukunft weiter auf das Thema eingehen und euch mit allen aktuellen Entwicklungen versorgen. Viele Grüße vom Team der Erdgas Südwest

  • Marie Busch sagt:

    Meine Großeltern möchten sich gerne eine Wärmepumpenheizung einbauen lassen. Dabei ist es dann natürlich auch gut zu erfahren, wie viel diese kostet. Allerdings war ich bei dem Preis dann doch auch ein wenig überrascht.

  • Ben sagt:

    Der Einbau einer Wärmepumpe in ein bestehendes Haus kann finanziell attraktiv sein, da es verschiedene Fördermöglichkeiten gibt, um die Kosten zu reduzieren. Die BAFA-Förderung ermöglicht eine Förderung von bis zu 40% der förderfähigen Kosten für Wärmepumpenheizungen. Dies kann dazu beitragen, den Investitionsaufwand erheblich zu verringern. Es ist wichtig, sich über die aktuellen Förderprogramme zu informieren, um die finanziellen Vorteile einer Wärmepumpe optimal nutzen zu können. Bei der Entscheidung für eine Wärmepumpe lohnt es sich daher, die verschiedenen Fördermöglichkeiten gründlich zu prüfen.

  • Melanie Samsel sagt:

    Wir überlegen, auf eine Wärmepumpe umzusteigen. Daher ist es gut zu wissen, was die Pumpe und ihre Installation ungefähr kostet. Ich denke, das müssen wir uns gut durch den Kopf gehen lassen.

  • Annika Schmidt sagt:

    Ich möchte auch auf Wärmepumpen umsteigen. Eine Photovoltaikanlage mit einer Wärmepumpe zu verbinden, fände ich auch toll. Schade, dass es da kein Paket gibt. Dann muss ich mir mal die Programme für die PV-Anlage näher anschauen.

  • Tuula Lipponen sagt:

    Interessant, dass die Erdwärmepumpe und die Grundwasserwärmepumpe besser abschneiden als die Luftwärmepumpe, was die Betriebskosten betrifft. Für meine Wohnung möchte ich mir auch eine neue Wärmepumpe installieren. Hoffentlich finde ich bis zum Ende der Woche einen Experten für Wärmepumpen.

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