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Für private Haushalte entfallen rund ca. 5-7 % des gesamten Energieverbrauchs auf das Kochen. Im Vergleich zu Heizung oder Warmwasser ist dieser Anteil zwar gering, dennoch lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Kochsysteme. Verglichen werden Elektroherd, Cerankochfeld, Induktionsherd und Gasherd. Die angegebenen Verbrauchs- und Kostenwerte dienen zur Orientierung und können je nach Herdmodell, Kochgeschirr und Kochverhalten variieren.

Welcher Herd verbraucht am wenigsten Energie?

Am wenigsten Energie verbraucht in unserem Beispiel ein Induktionsherd. Wie groß die Unterschiede zwischen den Kochsystemen tatsächlich sind, zeigt ein Vergleich auf Basis eines einheitlichen Kochvorgangs: Gemessen wurde der Energiebedarf, um 1,5 Liter Wasser zum Kochen zu bringen (Quelle: http://www.greenmind.besser-web.net/richtig%20kochen.pdf).

  1. Induktionsherd: 0,18 kWh
  2. Cerankochfeld: 0,22 kWh
  3. Elektroherd: 0,26 kWh 
  4. Gasherd: 0,33 kWh

Bei dieser Beispielrechnung ist zu sehen, dass ein Induktionsherd mit 0,18 kWh am wenigsten Energie verbraucht um 1,5 l Wasser zum Kochen zu bringen. Ein Gasherd benötigt mit 0,33 kWh fast doppelt soviel.

Welcher Herd hat die geringsten Energiekosten?

Bei den Kochkosten liegt der Gasherd vorn. Um 1,5 Liter Wasser zum Kochen zu bringen, bezahlt man bei den betrachteten Küchenherden folgende Beträge:

  1. Gasherd: 4,1 ct
  2. Induktionsherd: 6,6 ct
  3. Cerankochfeld: 8,1 ct
  4. Elektroherd: 9,6 ct

Für die Beispielrechnung wurden die durchschnittlichen Haushaltspreise des BDEW (Stand: 01.06.2026) zugrunde gelegt. Während 1 kWh Strom im Durchschnitt etwa 37 ct kostet, bezahlt man für 1 kWh Erdgas lediglich 12,3 ct.

Daraus ergibt sich dann folgende Rangfolge der Energiekosten für das Kochen von beispielhaft 1000 Litern. Unsere Beispielrechnung ist willkürlich und soll veranschaulichen, was es kostet, um 4,5 l Wasser etwa 222-mal im Jahr zum Kochen zu bringen.

  1. Gasherd: 27 €
  2. Induktionsherd: 44 €
  3. Cerankochfeld: 54 €
  4. Elektroherd: 64 €

Wichtig bei diesem fiktiven und nicht-wissenschaftlichen Beispiel ist, dass wir hier nur die Kosten berechnen, um das Wasser zum Kochen zu bringen. Der anschließende Kochvorgang erfordert natürlich auch Energie und verursacht weitere Kosten.

Energieverbrauch und Betriebskosten hängen maßgeblich davon ab, wie die jeweilige Herdart Wärme erzeugt. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Technik hinter den verschiedenen Kochsystemen.

Grafik Vergleich von Gasherd zu anderen Kochherden; Kochen mit Gas schneidet gut ab.
In der Grafik werden Kochherde an Hand von Kriterien wie Kosten, Komfort oder Sicherheit usw. verglichen.

Wie funktioniert ein Elektroherd?

Beim Elektroherd werden die Kochplatten mit Strom erhitzt und geben die Wärme anschließend an den Topf weiter. Die Technik gilt als robust und unkompliziert, arbeitet jedoch weniger effizient als moderne Kochsysteme. Im Prinzip gibt es derartige Herde seit über 120 Jahren. Zu Beginn wurden Eisenspiralen zum Glühen gebracht. Aus Gründen der Handhabung lösten in den 1950er Jahren Platten aus Gusseisen die Eisenspiralen ab.

Nachteil dieser Technik ist der Zeitfaktor. Zum einen dauert es eine gewisse Zeit, bis die Platten ausreichend heiß sind. Zum anderen bleiben die Platten nach dem Abschalten lange warm – letztlich eine Verschwendung von Energie. Vorteile der Technologie liegen in den geringen Anschaffungskosten für Elektroherde (etwa 300 bis 600 Euro) sowie darin, dass fast jedes Kochgeschirr zum Einsatz kommen kann.

Wichtig beim Kochen mit dem Elektroherd sind möglichst Töpfe mit glatten Böden. Denn je besser der Kontakt mit der Platte, desto weniger Energie ist notwendig.

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Wie funktioniert ein Cerankochfeld?

Auch der Ceranherd funktioniert mit Elektrizität. Bei Ceran handelt es sich um eine spezielle Art von Glas, die zum einen Wärmestrahlung sehr gut durchlässt und zum anderen eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist. Daher werden bei Herden mit Ceranfeldern unter der Glasplatte angebrachte Metallspiralen zum Glühen gebracht. Deren Wärmestrahlung überträgt sich nahezu verlustlos auf die Kochtöpfe.

Vorteil: Die Kochhitze wird innerhalb kurzer Zeit wirksam, lässt sich relativ exakt regulieren und bei Beendigung des Kochvorgangs schnell abschalten. Der Einsatz von Energie ist also effizienter als bei einem Elektroherd. Ein weiterer Vorteil ist außerdem eine unkomplizierte Reinigung der Kochfelder. Wie beim Elektroherd sind die Anforderungen an die Töpfe nicht besonders hoch. Allerdings liegen die Anschaffungspreise für Ceranherde je nach Ausführung über denen eines Herdes mit Gusseisenplatten.

Wie funktioniert ein Induktionsherd?

Ein Induktionsherd erzeugt die Wärme direkt im Topfboden. Dafür erzeugen Magnetspulen unter der Glaskeramikplatte ein Magnetfeld, das den Topf erhitzt. Die Kochfläche selbst bleibt dabei weitgehend kühl. Seit 1984 sind Induktionsherde im Einsatz, zunächst nur in der Gastronomie.

Ein Nachteil: Ein Induktionsherd funktioniert nur mit speziellen Kochtöpfen, die im Boden über magnetisierbare Eisenkerne verfügen, auf die die Energie übertragen wird. Der Vorteil von Induktionsherden liegt darin, dass die Energie direkt auf den Topf einwirkt und nicht über eine zu erhitzende Platte oder zum Glühen gebrachte Heizspirale vermittelt wird. Da sich die Glasplatte kaum erhitzt, geht sehr wenig Energie verloren. 

Vorteil ist also der sehr effiziente Energieeinsatz und der Umstand, dass sowohl der Start wie die Beendigung des Kochvorgangs unmittelbar erfolgt. Allerdings ist der Anschaffungspreis für Induktionsherde im Vergleich nach wie vor am höchsten. 

Wie funktioniert ein Gasherd?

Vor etwa 200 Jahren wurden die ersten mit Gas betriebenen Herde entwickelt. Beim Gasherd wird Erdgas einem Brennelement kontrolliert zugeführt, das dann entzündet wird. Direkte Gaskochfelder sind im Vergleich zu Elektroherden höchst ökonomisch. Sie übertragen die Heizenergie ohne Zwischenelement direkt auf die Töpfe. Dadurch lässt sich die Temperatur besonders schnell und präzise regeln. Zudem mögen viele Verbraucherinnen und Verbraucher daran, dass sie sich schnell und flexibel regulieren lassen.

Die Kochtöpfe müssen nicht aus einem speziellen Material gefertigt sein oder ebene Böden aufweisen: Auf einem Gasherd kann man mit jedem noch so verbeulten Topf effizient Speisen erhitzen. 

Außerdem sind Gasherde unschlagbar günstig, einfache Modelle starten schon bei etwa 200 €. Im Vergleich der Kochkosten schneidet der Gasherd trotz seines höheren Energieverbrauchs häufig am besten ab. Selbstverständlich gibt es negative Punkte, als möglicher Nachteil wird manchmal das Reinigen empfunden.

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Fazit: Welcher Herd ist die beste Wahl?

Die beste Herdart hängt von den individuellen Anforderungen ab. Wenn man die Anschaffungspreise für das Gerät selbst und die Töpfe betrachtet, gewinnt nach wie vor der Gasherd. Am teuersten ist hier der Induktionsherd. Allerdings ist das Kochen mit Induktionskochfeldern mittlerweile sehr viel günstiger geworden, der Induktionsherd schneidet im Vergleich bei den Energiekosten am zweitbesten ab. Elektroherd und Cerantechnik liegen am Ende und unterscheiden sich nur unwesentlich. 

Der Gasherd galt lange Zeit als die günstigste Variante unter den Kochherden und ist es nach wie vor. Geringe Anschaffungskosten und niedrige Gaspreise ergaben niedrige Gesamtenergiekosten. Induktionsherde haben mittlerweile aber nachgezogen und sind auch zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Sie arbeiten energieeffizient und mit Strom. Stammt der aus erneuerbaren Energien, punkten sie also auch in Punkto Umwelt. 

Moderne Gasherde sind inzwischen aber auch wahre Hightech-Geräte mit elektronischen Flammenüberwachungen und Touch-Control, um die Brenner zu steuern. Sicherheitsaspekte spielen daher bei der Entscheidung für Kochgas inzwischen eine untergeordnete Rolle. Auch die Gastechnologie entwickelt sich weiter: Erneuerbare Gase wie Biogas oder Biomethan können künftig dazu beitragen, die Klimabilanz des Kochens mit Gas zu verbessern.

Weiterführende Links:

Informationen über Kochgas auf der Website von Erdgas Südwest.

Belege
www.umweltbundesamt.de
de.statista.com
www.greenmind.besser-web.net
www.energieverbraucher.de
www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/gaspreis-strompreis-aktuell/

  • Karl Altekrüger sagt:

    Das sind genau die Informationen, die ich gesucht habe!
    Ich habe meine Heizung von Gas auf Wärmepumpe umgestellt und habe außerdem eine PV-Anlage. Der Herd ist noch auf Gas. Dafür muss ich auch die Grundgebühr des Gasanschlusses weiter bezahlen.
    Schwer abzuschätzen ist, wieviel Strom man bei einer Umstellung auf E-Herd aus dem selbst erzeugten PV-Strom verbrauchen würde und wieviel aus dem Netz beziehen.
    Eine Umstellung wäre bei uns finanziell wohl günstiger, allerdings haben wir uns an das Kochen mit Gas gut gewöhnt.

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