Energiespartipps:
Bad & Warmwasser

Energiespartipps: Bad & Warmwasser

Jeder Deutsche verbraucht durchschnittlich etwa 120 Liter Wasser am Tag. Dabei wird rund ein Drittel des Gesamtverbrauchs für die tägliche Körperpflege benötigt. Im heimischen Badezimmer entstehen außerdem über 10 % der Stromkosten, die für die Bereitung von Warmwasser genutzt werden. Der hohe Wasser- und Energieverbrauch lässt sich aber gerade beim Duschen und Baden recht schnell optimieren.

Zentrale Warmwasserbereitung: Energiesparen mit Wohlfühleffekt

Warmwasser kann zentral oder dezentral erzeugt werden. Bei der zentralen Warmwasserbereitung wird kaltes Wasser an einem Ort, beispielsweise im Kessel Ihrer Heizungsanlage, erwärmt und im Warmwasserspeicher gesammelt. Über die Rohrleitung gelangt das erwärmte Wasser zu der eigentlichen Verbrauchsstelle – Ihrem Wasserhahn. Da die Energie gleichzeitig zur Aufrechterhaltung des Heizkreislaufes und zur Warmwassererzeugung genutzt wird, fallen die Betriebskosten in der Regel vergleichsweise niedrig aus. Zusätzlich bietet die zentrale Warmwasserversorgung eine große Bandbreite an Sparmaßnahmen.

Zirkulationspumpe – warmes Wasser ohne Warten

Wer kennt das nicht: Man dreht den Wasserhahn auf und muss eine Weile warten, bis das Wasser warm wird. Der Grund dafür ist, dass das abgekühlte Wasser aus den Rohrleitungen abfließen muss, bevor Warmwasser aus dem Speicher nachrücken kann. So läuft täglich eine erhebliche Menge an Trinkwasser ungenutzt in den Abfluss. Eine Zirkulationspumpe schafft Abhilfe: Durch den Kreislauf ist das Wasser in der Leitung gleichmäßig warm temperiert und an jeder Entnahmestelle im Haus sofort verfügbar. Die Zirkulationspumpe kostet rund 100 bis 150 Euro, exklusive Installations- und Betriebskosten. Das positive Ergebnis: Sie gewinnen an Komfort und sparen dabei Energie.

Mit einer Zeitschaltuhr Bares sparen

Ihre Warmwasserversorgung wird bereits durch eine Zirkulationspumpe gesteuert? Diese läuft in der Regel jedoch Tag und Nacht und verbraucht dabei dauerhaft Strom - auch dann, wenn Sie kein heißes Wasser benötigen. Investieren Sie in eine Zeitschaltuhr und passen Sie die Arbeit der Pumpe Ihrem Tagesablauf an. So sparen Sie, ohne auf Ihren gewohnten Komfort verzichten zu müssen. Zeitschaltuhren verbrauchen wenig Energie, sind günstig in der Anschaffung und einfach installiert.

Dichtungen und Dämmungen prüfen

Häufig sind Rohrleitungen zwischen dem Warmwasserspeicher und den Wasserhähnen nur unzureichend gedämmt. Folglich kühlt das Warmwasser schneller ab und muss immer wieder aufgeheizt werden. Mit einer guten Isolierung sparen Sie Energie und schonen gleichzeitig die Umwelt und Ihren Geldbeutel. Wie dick die Isolierschicht sein muss, hängt vom Durchmesser der Rohre bzw. derer Lage ab. Als Materialien eignen sich Kunststoff, Mineralwolle oder Kautschuk besonders gut. Die Kosten liegen, je nach Werkstoff, zwischen 5 und 10 Euro, wobei die Kosten für den Handwerker noch hinzukommen. Die Investition lohnt sich, denn Sie sparen zukünftig im Alltag bares Geld.

Unser Tipp: Mit einer Brennstoffzellenheizung erzeugen Sie nicht nur Wärme, sondern auch Strom für Ihr Zuhause. Bis zu 40 % Energiekosteneinsparung im Vergleich zu konventioneller Technik. Und: Sie können eine staatliche Förderung von bis zu 11.110 Euro erhalten. Erdgas Südwest unterstützt Sie bei der Beantragung und entlastet Sie von den bürokratischen Prozessen. Jetzt mehr erfahren!

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Dezentrale Warmwasserbereitung: Energieeffizienz dank Durchlauferhitzer!

Bei der dezentralen Bereitung wird das Warmwasser genau dort erzeugt, wo es benötigt wird. Dadurch entstehen keine großen Wärmeverluste beim Speichern sowie beim Transport durch Rohrleitungen. In der Regel kommt hier ein Durchlauferhitzer zum Einsatz. Im Fachhandel werden Durchlauferhitzer verschiedener Betriebsarten angeboten – hydraulische, gasbetriebene und elektronische. Die Preise liegen, je nach Betriebsart und Modell, bei 100 bis 600 Euro.

Energiesparendes Händewaschen

Ihr Durchlauferhitzer springt jedes Mal an, wenn warmes Wasser benötigt wird. Wenn Sie den Wasserhahn nur kurz (z.B. zum Händewaschen) aufdrehen, kommt das Warmwasser in der kurzen Zeit möglicherweise gar nicht an. Das heißt, dass Ihr Durchlauferhitzer völlig unnötig Strom verbraucht. Deshalb sollten Sie für das kurze Händewaschen gleich kaltes Wasser nutzen. Das ist sparsamer!

Nutzen Sie Solarenergie für das Erwärmen Ihres Wassers

Im Sommer kann eine solarthermische Anlage den kompletten Bedarf an Warmwasser decken. Die Solarkollektoren nehmen die Wärme auf, die von einer Wärmeträgerflüssigkeit zum Wasserspeicher getragen wird. Im Winter lässt die Sonneneinstrahlung nach, wodurch weniger Warmwasser erzeugt wird. Hier empfiehlt sich eine Kombination mit der konventionellen Heizung oder einer Warmwasser-Wärmepumpe.

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Wasser sparen mit einem Sparduschkopf

Mit einem wassersparenden Duschkopf lässt sich Ihr Wasserverbrauch in der Dusche um die Hälfte reduzieren. Dem Wasserstrahl wird Luft beigemischt – so erzielen Sie den gleichen Reinigungseffekt bei einer geringeren Wassermenge. Moderne Sparduschköpfe gibt es bereits für ca. 20 Euro. Der Austausch des Duschkopfes ist recht einfach und kann in der Regel selbst vorgenommen werden.

Moderne Toilettenspülungen sind effizienter

WC-Spülungen älterer Generationen verbrauchen täglich jede Menge Wasser: Mit jedem Knopfdruck spülen Sie ca. 9 Liter durch den Abfluss. Entscheiden Sie sich für eine neue Toilettenspülung. Sie können zwischen einem Zwei-Mengen-System (Normal- und Kurzspültaste) und einer Spül-Stopp-Funktion wählen. Bei Letzterer haben Sie Ihren Wasserverbrauch selbst in der Hand: Sie spült nur, solange Sie auf die Taste drücken – somit können Sie jede Menge Wasser sparen.

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