Pferd auf Weide bei St.Hippolyt Mühle Ebert

Nach­haltiges Pferde­futter dank ganz­heit­lichem Energie­konzept

Die St. Hippolyt Mühle Ebert GmbH in Dielheim (BW) ist einer der führenden Hersteller hochwertiger Pferdenahrung. Das Unternehmen ist dem Ziel einer nachhaltigen Produktion jetzt einen wichtigen Schritt näher gekommen. In Kooperation mit Erdgas Südwest wurde ein ganzheitliches Energiekonzept entwickelt und umgesetzt.

Ganzheitlichkeit, Nachhaltigkeit und Umweltschutz: Diese Unternehmensphilosophie verfolgt die St. Hippolyt Mühle Ebert GmbH, einer der führenden Hersteller hochwertiger Pferdenahrung und Nahrungsergänzungsmittel. In Kooperation mit Erdgas Südwest setzt das Unternehmen diese Grundsätze auch bei der Energieversorgung um.

Mitten im Kraichgau stechen Besuchern grün bepflanzte Dächer ins Auge: Am Rande der Gemeinde Dielheim liegt die 150 Mitarbeiter starke St. Hippolyt Mühle Ebert. Das Familienunternehmen stellt bereits in vierter Generation hochwertiges Pferdefutter her. Dazu werden seit Gründung im Jahr 1988 ausschließlich regional angebaute Getreidesorten, Sonnenblumen, Sonderkulturen wie Hirse und Leinsamen sowie Gemüse verarbeitet. Selbst Soja wächst vor der eigenen Haustür! Nachhaltigkeit steckt also bereits im Anbau sowie im fertigen, ebenfalls regional hergestellten Produkt. Auch beim globalen Vertrieb achtet das Unternehmen sorgfältig auf die Einhaltung seiner eigenen Zielsetzung.

Auch bei Verpackung und Herstellungsprozessen legt die Mühle besonderen Wert auf Umweltfreundlichkeit und setzt dabei stark auf den Erfindergeist und das geballte Wissen im Team. „Alles, was wir selbst machen können, machen wir selbst“, berichtet Ivo Ebert, der die Unternehmensführung ebenso wie das anthroposophische Konzept in vollem Umfang von seinem Vater übernommen hat. Auf diese Weise ist unter anderem ein neues Verpackungs- und Recyclingsystem gemeinsam mit der Sparte „Made for Recycling“ der Interseroh Dienstleistungs GmbH entstanden. Das System schont Ressourcen, während die Nahrung darin gut geschützt vor Schädlingen oder Feuchtigkeit bleibt. 

Gemeinsam mit Erdgas Südwest wurde darüber hinaus auch in Sachen Energieversorgung umgedacht – und ebenfalls die Kompetenz im eigenen Haus intensiv einbezogen. 

Umfassendes Versorgungskonzept aus einer Hand

Um die Pferdenahrung in bestmöglicher Qualität herzustellen, benötigt die Mühle sehr viel Energie: Strom für die Fertigung, Wärme für die Getreideverarbeitung und Kälte zur Kühlung des Lagers. Damit kommt das Unternehmen schnell auf einen Gesamtenergiebedarf von knapp 10 Mio. kWh jährlich! Der Umwelt und Effizienz zuliebe strebte die St. Hippolyt Mühle Ebert deshalb ein neues, nachhaltigeres Energiekonzept an und fand dafür mit Erdgas Südwest einen geeigneten Partner. 

Als Autarkie-Spezialist aus Ettlingen brachte Erdgas Südwest seine Expertise ein, um in Abstimmung mit der Mühle ein optimales energetisches Konzept aus Versorgung, Eigenversorgung und Überschussmanagement zu erstellen. Das Ergebnis: zwei selbst entwickelte Blockheizkraftwerke (BHKW), die die St. Hippolyt Mühle Ebert in die Lage versetzen, ihren Energieverbrauch fast eigenständig zu decken. Dabei stellte Erdgas Südwest dem Kunden umfassende Expertise bei der Konzeption der BHKW sowie allen verwaltungsrechtlichen und regulatorischen Aufgaben und Anforderungen zur Seite. Die innerhalb des Unternehmens erforderlichen technischen Anlagen wurden durch die erfahrenen Mitarbeiter der Mühle umgesetzt, gewartet, instandgehalten und betrieben.

Bei den BHKW handelt es sich um mit Erdgas betriebene Heizungssysteme, die Wasser erwärmen und zugleich aus der Abwärme Strom erzeugen – dieses Prinzip wird als Kraft-Wärme-Kopplung bezeichnet. Mit diesem System bleibt das Unternehmen nahe Wiesloch seinem Grundsatz der Ganzheitlichkeit auch bei der Energieversorgung treu: Die in den BHKW entstehende Wärme dient der Getreideverarbeitung und der Beheizung der Gebäude, der Strom wird in der Fertigung benötigt und der erzeugte Dampf für die Veredelung des Getreides sowie für Warmwasser genutzt. Im Sommer wird sogar das Lager mit einer Adsorptionskälteanlage gekühlt. So kann über die vollständige Wertschöpfungskette der Mühle die gesamte Energie genutzt werden – nahezu ohne Vergeudung wertvoller Ressourcen! 

Luftaufnahme der St. Hippolyt Mühle Ebert in
Luftaufnahme der St. Hippolyt Mühle Ebert in Dielheim. Deutlich zu erkennen sind die begrünten Dächer sowie eine PV-Anlage.

Regional, flexibel, und selbstbestimmt zu Unabhängigkeit und Umweltschutz

Ein echter Vorteil für das Familienunternehmen: Das von Erdgas Südwest entwickelte Energiekonzept sorgt für weitgehende Unabhängigkeit vom Energiemarkt. Durch die BHKW wird eine Gesamteffizienz von rund 89 Prozent erreicht und somit ein großer Teil des Strombedarfs aus eigener Kraft gedeckt; den restlichen Strom bezieht die Mühle von Erdgas Südwest. Das schafft Flexibilität und lässt eine dynamische Umweltorientierung, also die stetige Anpassung an die Gegebenheiten, zu.

„Unsere Philosophie basiert auf langfristiger Nachhaltigkeit und dauerhaften Partnerschaften. In einem Energiemarkt, der sich in den letzten 20 Jahren stark und nicht immer planbar entwickelte, bietet eine gewisse Eigenständigkeit die Möglichkeit, sich bei Umweltfragen für einen eigenen, nachhaltigen Weg zu entscheiden.“

Prof. Dr. Ing. Jürgen Unfried
Research & Development/Qualitymanagement bei der St. Hippolyt Mühle Ebert. 

Auch in Hinblick auf CO2-Emissionen rechnen sich die BHKW: „Bezogen auf vergleichbare Mittellastkraftwerke, die uns versorgen würden, sparen wir jedes Jahr 2.589 Tonnen CO2 ein: mehr als die Hälfte durch den selbst erzeugten Strom, ein Drittel durch die Kraft-Wärme-Kopplung und den Rest durch die Kraft-Wärme-Kältekopplung sowie das Recyclingkonzept für unsere Verpackungen“, berichtet Jürgen Unfried. Die St. Hippolyt Mühle Ebert geht jedoch noch weiter und sorgt mit CO2-Emissionszertifikaten für eine nahezu vollständige Klimaneutralität der Produktion. Auch hier kommt dem Unternehmen die Partnerschaft mit Erdgas Südwest zugute: Passend zu den vielen regionalen Kooperationen der Mühle stammen auch die von Erdgas Südwest angebotenen CO2-Zertifikate aus einem zertifizierten Klimaschutzprojekt in Baden-Württemberg. Eine echte Besonderheit, da die meisten Zertifikate Projekte aus Entwicklungsländern finanzieren. Auf diese Weise werden bei 9,5 GWh benötigtem Gas etwa 15.400 Tonnen CO2 über den gesamten Vertragszeitraum vermieden.

Energiekonzept und Partnerschaft für die Zukunft

CO2 Zertifikatsurkunde St. Hippolyt Mühle Ebert
Eine von zwei Zertifikatsurkunden, die den Bezug von klimaneutralem Erdgas bestätigen.

Für die St. Hippolyt Mühle Ebert haben sich der Bau der BHKW und die Kooperation mit Erdgas Südwest bereits gelohnt: „Die Nutzung eigener BHKW ist sowohl für die Umwelt als auch wirtschaftlich günstig. Allerdings sind kompetente Mitarbeiter erforderlich, die die Anlagen planen, auslegen und auch die Wartung und Instandhaltung kompetent durchführen“, fasst Jürgen Unfried zusammen. „Mit Erdgas Südwest setzen wir langfristig auf einen Partner, der uns als mittelständisches Unternehmen bei nachhaltiger Energieerzeugung und -versorgung vollumfänglich unterstützt. Wir profitieren besonders von der flexiblen Vertragsgestaltung, die uns Raum für wirtschaftliches Auf und Ab gibt, sowie von der Versorgung mit Gas und Strom aus einer Hand.“

Übergabe des Zertifikats
Übergabe des Zertifikats: (von links) Ivo Ebert, Arne Hartlieb (Erdgas Südwest), Bernd Ebert und Prof. Dr. Jürgen Unfried und Büro-Mops George

Die Zukunft ist autonom 

Für die Zukunft schmiedet die St. Hippolyt Mühle Ebert GmbH bereits weitere große und innovative Pläne. Ob es um Photovoltaikanlagen auf neuen Gebäuden, kreative autonome Mobilitätskonzepte oder Lösungen zur Methanisierung bzw. Elektrolyse geht – Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit stehen stets im Mittelpunkt. „Für uns ist ganz klar, dass wir weitere Maßnahmen im Sinne der Umwelt ergreifen werden“, sagt Ivo Ebert. „Das möchten wir gerne mit einem vertrauensvollen Partner wie Erdgas Südwest tun, der unser Interesse für neue Herangehens- und Denkweisen, Zukunftstechnologien sowie für die gemeinsame Weiterentwicklung teilt.“


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