Außenaufnahme des Grundstücks der Erdgas Südwest

Kundeninformation zur aktuellen Lage der Energieversorgung

Das wichtigste zuerst: Ihre Energieversorgung ist über die Erdgas Südwest weiterhin gewährleistet. In den Medien wird bereits seit Monaten über die Energiepreisentwicklung und die weltweit stark gestiegenen Beschaffungskosten berichtet. Nach und nach bekommen nun auch die Kund*innen diese Entwicklung durch angekündigte Preisanpassungen zu spüren. Doch wie setzt sich der Gas- und Strompreis überhaupt zusammen, was sind die Gründe für die Preissteigerungen und was kann ich als Verbraucher*in tun, um meine Energiekosten zu senken?

Hintergrundinformationen zur Preisgestaltung von Strom und Erdgas

Die Erhöhung der Gas- und Strompreise gründet auf mehreren, sich überlagernden und gegenseitig beeinflussenden Entwicklungen. Durch die konjunkturelle Erholung nach der Zeit des Lockdowns aufgrund der globalen Pandemie steigt weltweit der Bedarf nach Rohstoffen und Energie. Zudem haben die Witterungsbedingungen in Deutschland Anfang 2021 zu einem erhöhten Wärmebedarf und damit Gasverbrauch geführt. Die für die Versorgungssicherung wichtigen Gasspeicher mussten zur Gasversorgung deutlich geleert werden und blieben lange bei relativ niedrigen Speicherständen.

Der Krieg in der Ukraine verstärkt die angespannte Situation auf den Rohstoffmärkten noch einmal erheblich. Daher kommt es zu keiner Entspannung an den Beschaffungsmärkten und die Preise bleiben auf einem hohen Niveau.

In unserem Blogartikel „Der erhöhte Gaspreis – Ursachen, Fakten, Tipps“ erklären wir die verschiedenen Einflussfaktoren ausführlicher.

Der Bruttopreis, den die Verbraucher*innen durch den Abschluss eines Endkundenvertrages mit einem Energieversorger für die Lieferung von Gas oder Strom bezahlen, setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Weniger als die Hälfte des Preises kann tatsächlich durch den Energielieferanten beeinflusst werden. Rund ein Drittel des Bruttoerdgaspreises entfällt auf Steuern und Abgaben, wie die CO2-Abgabe. Beim Strom beträgt der steuerliche Anteil sogar rund 40% der Gesamtkosten. Mit dem Wegfall der EEG-Umlage reduziert sich dieser Anteil aber zukünftig auf rund 30%.

Als dritter Preisbestandteil werden die Kosten für die Netzinfrastruktur über die Netzentgelte an die Endverbraucher*innen weitergereicht. Sie machen etwa ein Viertel des Gas- und Strompreises aus.

Mehr zur Zusammensetzung und den Auswirkungen der Gaspreise finden Sie in unserem Blog-Artikel: Der erhöhte Gaspreis – Ursachen, Fakten, Tipps

Den finalen Bruttoenergiepreis für die Endkund*innen wie Privathaushalte oder Unternehmen setzt der Energieversorger fest. Hierbei hat er jedoch nur äußerst bedingten Spielraum, denn ein großer Teil der von den Endverbraucher*innen entrichteten Preise entfällt auf Steuern und Umlagen. Der vom Versorger beeinflussbare Teil hängt vor allem vom aktuellen Preisniveau an den Beschaffungspreismärkten ab.

Gehandelt werden Strom und Gas an Börsen oder „over-the-counter“ zwischen zwei Vertragsparteien. Die für Deutschland bedeutendsten Energiebörsen sind die Leipziger EEX (European Energy Exchange) und die Pariser EPEX (European Power Exchange). Hierbei wird zwischen Terminmarkt (EEX) und Spotmarkt (EPEX) unterschieden. Während ersteres zur langfristigen Beschaffung von Energiemengen dient, werden auf dem Spotmarkt kurzfristig lieferbare, aber dadurch auch teurere Strom- und Gasmengen gehandelt.

Hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Gas- und Strompreises ist es derzeit sehr schwierig, Prognosen abzugeben. Die aktuell vorherrschende verstärkte Volatilität am Energiemarkt wird von mehreren Komponenten bestimmt. Einer der großen Einflussfaktoren ist der weitere Verlauf der weltpolitischen Situation und damit verbundene Entscheidungen. Aber beispielsweise auch die Witterungsbedingungen im kommenden Winter haben Einfluss auf die weitere Entwicklung der Beschaffungspreise.

Unsere Handlungsmaßnahmen und Empfehlungen

Um sich zumindest eine Zeit lang vor weiteren Preiserhöhungen zu schützen, können Verbraucher*innen einen Vertrag mit langer Preisgarantie abschließen. Erdgas Südwest bietet den Kund*innen den Tarif gas direkt und strom direkt mit einer 21-monatigen Vertragslaufzeit und voller Preisgarantie an.

Bei der Wahl des Energieversorgers lohnt es sich, auf einen vertrauenswürdigen und zuverlässigen Anbieter zu setzen, um Versorgungssicherheit zu haben. Dies zeigt sich beispielsweise durch einen gewissen Bekanntheitsgrad und eine realistische Preissetzung in der Vergangenheit. Auch übernehmen Grundversorger zusätzliche Verantwortung und tragen so zu hoher Versorgungssicherheit bei. Ebenso kann eine regionale Orientierung oder die Zugehörigkeit zu einem großen Versorger für die Zuverlässigkeit eines Anbieters sprechen und Sie vor den Nachteilen eines insolventen Energielieferanten schützen.

Es empfiehlt sich außerdem, bei einer angekündigten Preiserhöhung nicht direkt das Sonderkündigungsrecht in Anspruch zu nehmen. Nutzen Sie die Chance, sich transparent über die aktuellen Preise anderer Versorger zu informieren, statt übereilt zu kündigen. Derzeit kommt es oft vor, dass langjährige Kund*innen auch nach einer Preisanpassung von deutlich attraktiveren Angeboten als Neukund*innen profitieren. Für unsere Bestandskund*innen möchten wir hier die Treue durch vorausschauende Beschaffung belohnen. Durch diese können wir Extremschwankungen, wie sie es momentan am Markt gibt, abmildern.

Der nachhaltigste Ansatz, um Energiekosten zu reduzieren, ist selbstverständlich eine Reduzierung des Verbrauchs. In unserem Blog stellen wir regelmäßig wertvolle Tipps zum Thema Energiesparen vor, die Ihren Verbrauch deutlich schmälern können.

Darüber hinaus lohnt es sich, stets die Gegebenheiten der eigenen Immobilie zu prüfen und im Nachgang die Energieeffizienz zu optimieren. Mit dem individuellen Sanierungsfahrplan können Sie Empfehlungen für Sanierungen oder Modernisierungen erhalten, wobei die Senkung des Energieverbrauchs immer im Vordergrund steht. Diese Maßnahme wird darüber hinaus staatlich gefördert.

Zusätzlich ist auch der Duo-Bonus eine gute Möglichkeit, 50 € pro Jahr zu sparen. Denn sobald Sie sowohl Ökostrom als auch Gas von Erdgas Südwest beziehen, profitieren Sie davon.

Auch durch Weiterempfehlungen der Erdgas Südwest können Sie die gestiegenen Energiekosten kompensieren: Empfehlen Sie uns einfach Erdgas Südwest empfehlen und kassieren attraktive Geld-Prämien.

Die Gesamtkosten für den Gas-/Stromverbrauch errechnen sich aus dem Arbeitspreis und dem Grundpreis. Während letzteres ein verbrauchsunabhängiger fester Betrag ist, wird der Arbeitspreis pro verbrauchter kWh abgerechnet. Der monatliche Abschlag stellt ein Zwölftel der zu erwartenden Jahreskosten dar.

Beispielrechnung: Gas

Jahresverbrauch Arbeitspreis Grundpreis
20.000 kWh 17,75 cent je kWh 52,24 € pro Jahr


Jahreskosten = 20.000 x 0,1775 + 52,24 € = 3.602,24 €

Monatlicher Abschlag = 3.602,24 € / 12 Monate = 301 €

Bei der Entscheidung für einen neuen Energieversorger rentiert es sich, einen Anbietervergleich durchzuführen und die Konditionen im Detail zu betrachten. Wie ist das Verhältnis von Arbeitspreis und Grundpreis? Gerade bei immer niedriger werdenden Verbräuchen, durch Energieeffizienz oder bewusstes Energiesparen Ihrerseits ist ein niedriger Grundpreis wie bei der Erdgas Südwest sinnvoll. Hier möchten wir Energiesparen belohnen.

Auch die Dauer der ausgewiesenen Preisgarantie (bspw. nicht nur 1 Monat) und die Bedingungen für en Bonus sind entscheidend:

  • Wann wird der Bonus ausgezahlt?
  • Ist die Höhe abhängig vom tatsächlichen Verbrauch?
  • Gibt es bestimmte Voraussetzungen, dass mein Bonus ausgezahlt wird, wie z.B. ein ungekündigtes Vertragsverhältnis?

Um nicht nur kurzfristig sicher und günstig versorgt zu werden, sollte man immer einen Blick auf die Kosten im 2. oder 3. Jahr, ohne den vergebenen Bonus, werfen.

Bei Tarifen mit Zusatzprodukten wie ein Tablet oder ein Smartphone lohnt es sich, genauer hinzuschauen:

  • Zahle ich diese als Verbraucher*in indirekt mit?

Zusätzlich empfiehlt es sich, sich in Hinblick auf die derzeit starken Schwankungen am Energiemarkt nicht direkt für einen Tarif zu entscheiden und diesen abzuschließen, sondern die Preise nochmals zu unterschiedlichen Zeiten einzusehen und Angebote auf Preisvergleichsportalen auch mit den Preisen auf den Websites der Anbieter im Detail zu vergleichen.

Doch es sollte nicht allein auf den Preis geachtet werden. Auch der Anbieter selbst kann von den Verbraucher*innen unter die Lupe genommen werden. Bewertungen von anderen Kund*innen geben beispielsweise eine gute Orientierung. Und darüber hinaus zeichnen sich Grundversorger auch durch ihre Verwurzelung in der Region, hohe Zuverlässigkeit und Versorgungssicherheit aus.