Blumenwiese auf der Schwäbischen Alb

Energie sinn­voll ein­setzen: Initia­tive für Umwelt­schutz

Seit 2012 verfolgt Erdgas Südwest mit der Initiative ProNatur das Ziel, Aktivitäten zu unterstützen und anzuregen, die die Artenvielfalt sichern und erhöhen. Dazu werden Blühoasen geschaffen, Insektenhotels errichtet oder auch Aktionen der Umweltbildung wie das Waldklassenzimmer umgesetzt.

Ist Klima ein Trendthema? Nicht bei den Deutschen – und nicht bei Erdgas Südwest. Zunächst ein Blick auf die Bevölkerung: Zur Europawahl hatte YouGov eine Umfrage durchgeführt. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) und hier besonders die jüngste Gruppe der Befragten nannten dabei Klima und Umwelt als die Herausforderung unserer Zeit. Erdgas Südwest hat das bereits vor mehr als zehn Jahren so empfunden und die Initiative ProNatur ins Leben gerufen. 

Biogas-Aufbereitungsanlagen spielen bei Erdgas Südwest bereits seit 2008 eine Rolle: Damals ging die erste Anlage in Burgrieden in Betrieb und wurde 2011 erweitert. 2012 schloss sich eine Anlage in Riedlingen an. Gleich mehrere Landwirte hatten in Oberschwaben daher beschieden, ihre Felder für Pflanzen zu nutzen, aus denen Energie produziert werden kann. Eigentlich ganz im Sinne der Erdgas Südwest, schließlich sind regenerative Energien die Zukunft und natürlich auch ein wichtiger Bereich der Arbeit des Unternehmens. 

Gleichzeitig stellte man sich aber die Frage: Wie sollte hier ein natürlicher Raum für Insekten wie Bienen erhalten bleiben, der mit vielen bunten Blüten die Fortpflanzung und vor allem das Bestehen der fleißigen Immen sicherstellte? Es wurde Zeit zu handeln. Das Team von Erdgas Südwest begann mit einem Runden Tisch. Hier wurden Landwirte, Vertreter aus der Politik und dem Umweltschutz, Jäger sowie Imker zusammengebracht, um gemeinsam Ideen zu schmieden und Lösungen zu erarbeiten. Das Ergebnis war das Projekt „BlühOase“, bei dem Erdgas Südwest gemeinsam mit der SAMEN-FETZER E.K. eine spezielle und für alle Beteiligten passende Blühmischung entwickelte. Was sich aus diesen kleinen Tütchen Samen entwickeln würde, hat wohl niemand vorhergesehen: Insgesamt hat die Initiative ProNatur bis heute mehr als 926.000 Quadratmeter Blühwiese in Nordbaden und Oberschwaben geschaffen – ein Paradies für Bienen, aber auch andere Insekten, die für ein ausgeglichenes Ökosystem so wichtig sind! 

Partnerschaften im Sinne des Ökosystems 

Logo der Initiative ProNatur
Das Logo der Initiative ProNatur

Dies war die Geburtsstunde von ProNatur und vieler weiterer Aktionen, die im Rahmen der Initiative angestoßen, geplant und umgesetzt werden. Bis heute sind mehr als 100 Wildbienenhotels entstanden und bieten den Blütenbestäubern in privaten Gärten und auf Gemeindeflächen ebenso wie in der freien Natur den Raum, den sie für das Überleben benötigen. Auch eigene Bienenstöcke sowie den Aufbau verschiedener Bienenlehrpfade gemeinsam mit Partnern wie dem württembergischen Imkerverein oder Naturschutzverbänden hat die Initiative vorangetrieben. 

Für die Natur geht noch mehr

ProNatur hatte große Ziele, die über die „BlühOase“ hinausgingen. So sollten alle Mitarbeiter und alle Partner die Chance bekommen, sich mit ihrem ganz eigenen Projekt in die Initiative einzubringen – denn für den Schutz der Natur sowie der darin lebenden Arten war noch vieles mehr möglich. Erforderliches Budget, Material und Manpower werden dabei bis heute von Erdgas Südwest beigesteuert. So wurde das Saatgut des Projektes „BlühOase“ gemeinsam mit Landwirten, Saatgutherstellern und Naturschutzverbänden stetig weiterentwickelt. Nistkästen für Vögel, Obstbaumwiesen für die Vielfalt der heimischen Natur, Schutz für Fledermäuse, Waldklassenzimmer und vieles mehr hat sich im Laufe der Zeit entwickelt. Aus einer anfänglichen Idee wuchs ein großes Projekt für die Biodiversität heran, an dem heute viele Kolleginnen und Kollegen der Erdgas Südwest ihren Anteil haben. Jedes Jahr bekommen sie dabei neue Schützenhilfe. 

Vogel vor Nistkasten
Ein Vogel sitzt vor einem Nistkasten der Initiative ProNatur.

Umweltbildung ist das Stichwort

Denn im Jahr 2016 wurde eine Stelle für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) geschaffen, die auf zwei Stellen aufgestockt wurde und seitdem jährlich mit engagierten, jungen Erwachsenen besetzt werden. Sie halten Vorträge in Kindergärten und Schulen, führen Unterrichtseinheiten durch, organisieren Veranstaltungen, beteiligen sich an Ferienprogrammen der Partner und begeistern so ganz praxisnah schon die Kleinsten für Klima, Umwelt und Artenschutz. Damit leistet die Initiative auch ihren Beitrag dazu, die Augen nicht vor den aktuellen und künftigen Herausforderungen zu verschließen – und setzt sich dafür ein, dass andere sich ebenfalls einbringen. 

Verantwortungsvolles Handeln für die Zukunft

Inzwischen haben viele weitere Unternehmen aus diversen Branchen erkannt, dass es an den einzelnen Akteuren ist, sich für den Umweltschutz einzusetzen. Kaum jemand hat nicht die Bilder der mit Plastik verschmutzten Meere vor dem inneren Auge. Auch die inzwischen öffentlichen Diskussionen rund um den Klimawandel, die politischen Kontroversen ebenso wie das Aufbäumen der Jugend bei den „Fridays for Future“ beschäftigen eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Mehr Sichtbarkeit schafft außerdem die zunehmende Förderung des Bundes grüner Energie, sei es durch die Bezuschussung von Brennstoffzellenheizungen bei Neubau oder Sanierung, die Stärkung anderer grüner Gase wie Biomethan oder die Wertschätzung von Photovoltaik-Anlagen bei Privatpersonen, in Kommunen und Städten. 

ProNatur jedenfalls hat eines gezeigt: Ökologie und Ökonomie schließen sich nicht aus. Unternehmen wie Privatpersonen können Verantwortung übernehmen, das eigene Handeln überdenken und manchmal bereits mit kleinen Schritten Großes erreichen. Wir haben uns dies mit unserer Initiative noch für viele weitere Jahre auf die Fahnen geschrieben und sind schon heute gespannt, welche neuen Projekte und Ideen im Sinne einer natürlichen Zukunft daraus künftig wachsen werden! 

Newsletter