Ettlingen/Schemmerhofen, 02.03.2022

Sauberes Wasser mit grüner Energie

Der gestrige Spatenstich auf dem Gelände der Kläranlage im Schemmerhofener Ortsteil Schemmerberg markiert den Startpunkt für den Bau einer Photovoltaik-Anlage. Künftig soll der dort erzeugte grüne Strom die Kläranlage versorgen.

Das Sonnenkraftwerk hat eine elektrische Leistung von 135 Kilowattstunden peak und kann damit rund 152 Megawattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr erzeugen. Es besteht aus 351 Modulen auf drei nebeneinanderliegenden Reihen und ist nach Süden ausgerichtet.

Kleine und wichtige Schritte für das Klima

Ralf Biehl, Geschäftsführer des ausführenden Energiedienstleisters Erdgas Südwest, sagte beim Spatenstich: „Die Lage direkt neben der Kläranlage ist ein gutes Beispiel dafür, wie Städte und Gemeinden auf ihren Liegenschaften erneuerbare Energie erzeugen und verbrauchen können.“ Der Autarkiegrad des Klärwerks steigt von 0 auf 29 Prozent, denn etwa 67 Prozent des Sonnenstroms werden umgehend für den Betrieb der Kläranlage genutzt. Ein Vorteil entsteht auch für das Klima, denn ab der Ende April/Anfang Mai geplanten Inbetriebnahme der Anlage werden rund 71.000 Kilogramm CO2-Emissionen pro Jahr vermieden.

Schnelle Umsetzung

Die PV-Anlage ist klein dimensioniert, um die bestehende Infrastruktur weiter zu nutzen. So gilt sie als Nebenanlage des Klärwerks und ein einfaches Baugesuch war ausreichend, um das Projekt anzustoßen. Mario Glaser, Bürgermeister der Gemeinde Schemmerhofen, unterstrich: „Als Gemeinde sind wir Vorbild. Wir müssen heute handeln, damit wir die Ziele und Vorgaben zur Klimaneutralität auch auf kommunaler Ebene erreichen.“

Beim Spatenstich waren zudem Roland Grootherder, Bürgermeister der Gemeinde Attenweiler und stellvertretender Vorsitzender des Abwasserzweckverbands Schemmerhofen-Attenweiler, Gertrud Müller-Missel, Leiterin der Finanzen der Gemeinde Schemmerhofen und Verbandsrechnerin, Markus Lerch, Bauamtsleiter der Gemeinde Schemmerhofen, und Thomas Ogger, Klärwärter, vor Ort. Von der Erdgas Südwest nahmen die Teamleiter Ingo Landthaler und Dr. Ulrich Bucher sowie Energieingenieur Winfried Schneider den Spaten in die Hand. Florian Katein, Kommunalberater bei der Netze BW GmbH, tat es ihnen gleich.