08.12.2016

Mit Erdgas und Erneuerbaren gegen Emissionen und Erderwärmung

Erdgas wichtigste Ergänzung zur Energiewende

Der Klimaschutzbericht 2016 der Bundesregierung, welcher wahrscheinlich kurz vor Weihnachten erscheinen wird, macht es öffentlich: wir erreichen die Klimaschutzziele 2020 nicht. Und auch die globalen Klimaschutzziele 2040 sind nach Einschätzung der Experten der internationalen Energieagentur IEA nur dann erreichbar, wenn sofort alle Maßnahmen zur Emissionssenkung eingeleitet werden. Für die IEA ist Erdgas in der Zukunft der Partner für die erneuerbaren Energien.

Im ersten Moment mag man stutzig werden, ist Erdgas doch zunächst eine fossile Energiequelle, wenn auch mit Abstand die effizienteste und emissionsärmste. Doch neben Erdgas gibt es auch Bioerdgas oder Biomethan, das in Biogasanlagen gewonnen und aufbereitet ins Erdgasnetz eingespeist wird. Im Power-to-Gas-Verfahren kann aus überschüssigem Ökostrom synthetisches Erdgas hergestellt werden. Gas und Nachhaltigkeit schließen sich also keinesfalls aus, im Gegenteil: Gas ist heute mehr und mehr auch grün. Und durch den deutlich geringeren CO2-Ausstoß ist es zudem eine schnelle und bezahlbare Lösung, die zu einem wichtigen Bestandteil der angestrebten Energiewende wird und zum Erreichen der Klimaschutzziele beiträgt.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird stetig vorangetrieben und schon heute decken Sonne und Wind Teile des Strombedarfs ab, doch naturgemäß unterliegen diese Ressourcen einer gewissen Fluktuation. Erneuerbare Energien sind nur schwer mit unserem Energiebedarf und –verbrauch in Einklang zu bringen. Sonnenenergie zum Beispiel ist nicht immer dann verfügbar, wenn man sie braucht. Oder aber die Sonne scheint, wenn wir die Energie nicht benötigen. Die Gasinfrastruktur mit über 500000 km Netzlänge in Deutschland ist hier ein wahrer Schatz, der als Speichermedium auch für grüne Energie genutzt werden kann. Mit Hilfe eines modernen Verfahrens (biohybrid) macht zum Beispiel das Energieunternehmen Erdgas Südwest Strom aus Sonne und Wind speicherbar und transportfähig. Erdgas also als zuverlässiger Partner der erneuerbaren Energien für eine gesicherte Energieversorgung.

Dass ein großes Potential für die Energiewende im Wärmemarkt steckt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Die Bundesregierung hat zahlreiche Förderprogramme aufgesetzt, um Hausbesitzer ebenso wie Unternehmen zur Sanierung und Erneuerung anzuhalten. Mit effizienten und modernen Energielösungen lassen sich die CO2-Emissionen erheblich senken. Erdgas Südwest setzt hier auf Konzepte, welche auf eine größtmögliche Energie-Autarkie der Kunden abzielen. Dabei setzt das Unternehmen konsequent auf die Kopplung der Sektoren Strom und Wärme. Mit Photovoltaik, Brennstoffzelle, BHKW und Co. lässt sich so Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit mit sicherer Versorgung, Effizienz und Komfort verbinden.

Auch die Internationale Energieagentur IEA sieht in einer Kombination aus Erdgas und erneuerbaren Energien die Zukunft. Im jüngst erschienenen World Energy Outlook prognostiziert die IEA eine Steigerung der Nachfrage nach Erdgas um 50 Prozent weltweit bis 2040. Der Energieverbrauch wird um rund 30 Prozent höher sein als heute. Dieser gestiegene Bedarf soll vor allem durch Erdgas und erneuerbare Energien wie Solar und Wind abgedeckt werden. Damit wird Erdgas zur Grundlage des internationalen Energiesystems und, so heißt es im World Energy Outlook, „im Energiemix der Zukunft der klare Sieger sein”.