15.02.2019

Heizen im grünen Bereich

Effizienzlabel richtig deuten

Steht der Schornsteinfeger das nächste Mal vor der Türe, bringt er für Besitzer älterer Heizungsanlagen eine besondere Information mit: Mit dem nationalen Effizienzlabel erhalten seit diesem Jahr Heizkessel mit Baudatum 1995 und älter eine verbrauchsbasierte Kennzeichnung nach dem Ampelprinzip. Was das für Eigentümer bedeutet, erklärt Tobias Escher vom Energieversorger Erdgas Südwest.

Heizt man grün, gelb oder gar rot? Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Feuerstättenschau bewertet der Bezirksschornsteinfeger bereits seit einigen Jahren auch den energetischen Zustand der Heizung. Mit Beginn dieses Jahres wurde die Kennzeichnungspflicht auf Kesseln mit Baudatum 1995 und älter erweitert. Dies betrifft in Deutschland immerhin noch rund 30 Prozent der Anlagen. Mit dem Effizienzlabel sieht der

Eigentümer auf einen Blick, wie es um den Energieverbrauch seiner Anlage bestellt ist: Wie bei Kühlschränken und Co. werden die Kessel in Effizienzklassen eingeteilt, denen eine Farbskala unterlegt ist.

Für Energieexperten wie Tobias Escher ist die Sachlage klar: „Wenn der Schornsteinfeger der Heizanlage ein Label im gelben oder gar roten Bereich zuteilt, dann wird es wirklich Zeit, nachzurechnen“, empfiehlt der Branchenkenner. „Gegenüber den alten Niedertemperaturkesseln ergeben sich mit Brennwerttechnik Effizienzsteigerungen von bis zu 30 Prozent. Mit der Brennstoffzelle liegt das Potenzial sogar noch höher.“

Escher ist als Projektleiter Strategie und Digitalisierung beim Energiedienstleister Erdgas Südwest bestens vertraut mit den Entwicklungen auf dem Strom- und Wärmemarkt. Das Unternehmen steht als maßgeblicher Grundversorger in 100 Kommunen in Nordbaden und Oberschwaben für alle Fragen rund um Energie zur Verfügung. Für nachhaltige Erneuerungsmaßnahmen bietet das Unternehmen einen umfassenden Sanierungsfahrplan, vermittelt Fördergelder und informiert über modernste Anlagentechnologien wie die Brennstoffzellenheizung. Durch die enormen Fortschritte in der Brennwerttechnik ergibt sich für die Besitzer alter Heizungen ein riesiges Sparpotenzial.

 

Tobias Escher - ein Mitarbeiter der Erdgas Südwest

"Wer auf eine moderne Heizung umstellt, reduziert den Energieverbrauch, steigert den Wert seiner Immobilie und kann Fördermöglichkeiten ausschöpfen", versichert Escher.

Immerhin 80 Prozent der verbrauchten Energie in Privathaushalten gehen auf das Konto von Heizung und Warmwasserbereitung. Wer hier den Rotstift ansetzt, kann kräftig sparen und schont dabei die Umwelt: 110 Megatonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) sollen laut Europäischer Kommission durch den Umbau veralteter Heiztechnik in Europa eingespart werden, und das jährlich.

Mit dem Effizienzlabel wurde dem Verbraucher eine Entscheidungshilfe an die Hand geben, die herstellerunabhängig für Transparenz und Vergleichbarkeit der Anlagen sorgt. Ähnlich wie ein Mindesthaltbarkeitsdatum hat das Label selbst zwar nur informierenden Charakter – erhält die Heizung allerdings die Wertung C und schlechter, wird der Schornsteinfeger zu einer Modernisierung raten. In diesem Fall kann der Sanierungsfahrplan von Erdgas Südwest wertvolle Hinweise für das weitere Vorgehen geben.

Weiterführende Links:

https://www.erdgas-suedwest.de/sanierung

https://www.erdgas-suedwest.de/brennstoffzelle